CO2 Obergrenze
CO2 Obergrenze
Mitglieder der EU haben sich darauf geeinigt, die Emission von Treibhausgasen stark zu reduzieren. Konkret bedeutet dies, dass bis zum Jahr 2030 mindestens 55 Prozent weniger Treibhausgase emittiert werden dürfen, als dies noch im Jahr 1990 der Fall war. Für 2040 wird angestrebt, den Anteil auf 90 % im Vergleich zum Jahr 1990 zu senken, im Jahr 2050 soll eine Klimaneutralität erreicht werden. Speziell für die Autoindustrie stellen diese Werte eine echte Herausforderung dar.
CO2 OBERGRENZE: DAS SIND DIE GRENZWERTE
Nach EU-Vorgaben wird immer der Flottenwert eines jenes Herstellers betrachtet. Dieser darf im Durchschnitt einen Grenzwert von 93,6 Gramm pro gefahrenen Kilometer nicht übersteigen. Für leichte Nutzfahrzeuge wurde der Wert 2025 auf 154 Gramm pro gefahrenem Kilometer abgesenkt.
Das bedeutet aber nicht, dass keine Pkws oder Nutzfahrzeuge mit höherem Ausstoß mehr verkauft werden dürfen. Dies ist weiterhin möglich, lediglich der Durchschnitt des CO2-Ausstoßes der neu zugelassenen Fahrzeuge eines Herstellers darf diesen Grenzwert nicht überschreiten. Differenziert betrachtet werden zudem Nutzfahrzeuge, für diese gelten noch strengere Vorgaben.
MASSIVE STRAFZAHLUNGEN BEI NICHTEINHALTUNG DER GRENZWERTE
Bei Nichteinhaltung der CO2 Obergrenze drohen horrende Strafen für Autobauer. Bereits die Überschreitung des Grenzwertes um ein Gramm pro km könnte zu hohen Strafzahlungen führen. Der Autohersteller Mercedes, der jährlich circa eine Million Fahrzeuge in der EU verkauft, müsste bei einer Grenzwertüberschreitung von einem Gramm mit Strafen in Höhe von knapp 100 Millionen Euro rechnen. Drohende Strafzahlungen regen die Autobauer weiter an, Investitionen in umweltfreundlichere Antriebsarten zu tätigen.
SO BEEINFLUSST DIE CO2 OBERGRENZE FLOTTEN VON UNTERNEHMEN
Auch Besitzer von Fuhrparks und Unternehmen mit eigenen Fahrzeugflotten beeinflusst die Obergrenze. Grenzwerte werden von Fahrzeugflotten von Unternehmen häufig überschritten. Die Grenzwerte sollten aber unbedingt eingehalten werden, da sonst CO2-Strafzahlungen auf Besitzer zukommen könnten. Diese Fallen hoch aus und belasten Unternehmen teilweise stark.
AUSWIRKUNGEN AUF DIE HERSTELLER
Unternehmen wurden gezwungen, neue Lösungen und Technologien zu finden, um die CO2-Emissionen ihrer Fahrzeuge zu senken. Gerade E-Autos haben großes Potenzial für Hersteller, da sie darüber den Durchschnittswert der CO2-Emissionen ihrer Fahrzeugflotte senken können. Die VW-Group schaffte es zum Beispiel, mit dem Verkauf von E-Autos Strafzahlungen in Höhe von mehrere Milliarden Euro zu umgehen.
FAZIT ZUR CO2 OBERGRENZE
Nicht nur für Hersteller wird das Verkaufen von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben immer lukrativer. Auch für Unternehmen mit Fahrzeugflotten oder Privatleute kann sich eine Anschaffung lohnen. Für Elektrofahrzeuge existieren viele Fördermöglichkeiten und die laufenden Kosten sind geringer. Somit kann sich eine Investition in Fahrzeuge mit alternativen Antrieben für den Geldbeutel und die Umwelt lohnen.

