Mitglieder der EU haben sich darauf geeinigt, die Emission von Treibhausgasen stark zu reduzieren. Konkret bedeutet dies, dass bis 2020 mindestens 20 Prozent weniger Treibhausgase emittiert werden dürfen, als dies noch im Jahr 1990 der Fall war. Die Vorgaben beziehen dabei auch den Automarkt mit ein und beeinflussen diesen nachhaltig.

CO2 Obergrenze: Das sind die Grenzwerte

Nach EU-Vorgaben wird immer der Flottenwert eines jenes Herstellers betrachtet. Dieser darf im Durchschnitt einen Grenzwert von 95 Gramm pro gefahrenen Kilometer nicht übersteigen. Das bedeutet aber nicht, dass keine Pkws mit höherem Ausstoß mehr verkauft werden dürfen. Dies ist weiterhin möglich, lediglich der Durchschnitt des CO2-Ausstoßes der neu zugelassenen Fahrzeuge eines Herstellers darf diesen Grenzwert nicht überschreiten. Differenziert betrachtet werden zudem Nutzfahrzeuge, für diese gelten noch strengere Vorgaben.

Massive Strafzahlungen bei Nichteinhaltung der Grenzwerte

Bei Nichteinhaltung der CO2 Obergrenze drohen horrende Strafen für Autobauer. Bereits die Überschreitung des Grenzwertes um ein Gramm pro km könnte zu hohen Strafzahlungen führen. Der Autohersteller Mercedes, der jährlich circa eine Million Fahrzeuge in der EU verkauft, müsste bei einer Grenzwertüberschreitung von einem Gramm mit Strafen in Höhe von knapp 100 Millionen Euro rechnen. Drohende Strafzahlungen regen die Autobauer weiter an, Investitionen in umweltfreundlichere Antriebsarten zu tätigen.

So beeinflusst die CO2 Obergrenze Flotten von Unternehmen

Auch Besitzer von Fuhrparks und Unternehmen mit eigenen Fahrzeugflotten beeinflusst die Obergrenze. Grenzwerte werden von Fahrzeugflotten von Unternehmen häufig überschritten. Die Grenzwerte sollten aber unbedingt eingehalten werden, da sonst CO2-Strafzahlungen auf Besitzer zukommen könnten. Diese Fallen hoch aus und belasten Unternehmen teilweise stark.

Auswirkungen auf die Hersteller

Unternehmen wurden gezwungen, neue Lösungen und Technologien zu finden, um die CO2-Emissionen ihrer Fahrzeuge zu senken. Gerade E-Autos haben großes Potenzial für Hersteller, da sie darüber den Durchschnittswert der CO2-Emissionen ihrer Fahrzeugflotte senken können. Die VW-Group schaffte es zum Beispiel, mit dem Verkauf von E-Autos Strafzahlungen in Höhe von mehrere Milliarden Euro zu umgehen.

Fazit zur CO2 Obergrenze

Nicht nur für Hersteller wird das Verkaufen von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben immer lukrativer. Auch für Unternehmen mit Fahrzeugflotten oder Privatleute kann sich eine Anschaffung lohnen. Für Elektrofahrzeuge existieren viele Fördermöglichkeiten und die laufenden Kosten sind geringer. Somit kann sich eine Investition in Fahrzeuge mit alternativen Antrieben für den Geldbeutel und die Umwelt lohnen.