Ladungssicherung bezeichnet den Schutz der Ladung im Straßen-, Schienen-, Luft- und Schiffsverkehr vor den beim Transport auftretenden Kräften der Bewegung und gilt für die Transportsicherheit. Diese Kräfte entstehen beispielsweise bei Straßenfahrzeugen beim Beschleunigen, Bremsen in Fahrtrichtung (Massenträgheit), bei seitlichen Kurvenfahrten (Fliehkraft versus Zentripetalkraft) und auf unebenen Straßen vertikal (auch aufgrund von Massenträgheit). Falsch oder unzureichend angebrachte oder fehlende Ladungssicherungssysteme führen häufig zu Ladungsverschiebungen.

Ladungssicherung war und bleibt ein heißes Thema im gewerblichen Straßengüterverkehr. Bis 1990 wurde es jedoch nur selten als Thematik für die Berufskraftfahrerausbildung angesehen. Die Medien wurden erst aufmerksam, als es aufgrund einer unzureichenden Ladungssicherung zu einem schweren Verkehrsunfall kam.

1999 wurde das Thema Ladungssicherung in der Juli-Ausgabe einer Berufskraftfahrerzeitung erstmals öffentlich diskutiert. Autor Alfred Lampen sprach in diesem Artikel über verschiedene Befestigungsmittel und die Tragfähigkeit von Nutzfahrzeugaufbauten und äußerte seinen Wunsch, dass jeder Berufskraftfahrer das Sichern von Ladung lernt. In den folgenden Monaten verfasste Lampen dank positiver Rückmeldungen weitere Fachartikel zum Ladungssicherungsthema, die die Themen Physik, Recht, Fahrzeugaufbauten, Ladungssicherungsarten, Sicherungsmittel und deren Berechnung ausführlich behandelten.

Grundsätze der Ladungssicherung

Welche Sicherheitsmaßnahmen im Einzelfall zu treffen sind, hängt von der Art der Ladung und dem für den Transport verwendeten Fahrzeug ab. Unter Berücksichtigung verschiedener anderer Faktoren wie dem Gewicht der Ladung muss die erforderliche Sicherung mit physikalischen Formeln berechnet werden.

Die Ladung wird lückenlos flächenbündig fixiert. Sind Vorder- und Seitenwände der Karosserie ausreichend stabil, sind keine weiteren Befestigungen erforderlich. Durch Lücken in der Ladung dürfen keine Freiräume entstehen, ansonsten muss die Form mit Distanzstücken, Führungen, Stangen, Keilen oder anderen Hilfsmitteln erreicht werden. Dies gilt auch für ein nur teilweise beladenes Fahrzeug.

Alternativ oder zusätzlich kann die Ladung mit Gurten gesichert werden. Die Zurrgurte halten die Ladung so fest an der Laderampe, dass sie nicht mehr verrutschen kann. Antirutschmatten oder rutschfeste Böden verstärken die Wirkung. Form- und Kraftschluss lassen sich leicht kombinieren, um ausreichend Sicherheit zu bieten. Die NavComm GmbH empfiehlt, dass die Ladefläche immer sauber ist, da Schmutz den Reibungswiderstand verringern kann. Dies erhöht die Gefahr des Verrutschens der Ladung.

Das Ladungssicherungssystem muss Kräfte kompensieren, die im normalen Fahrbetrieb auftreten können, darunter fallen Notbremsungen, plötzliche Ausweichmanöver und schlechte Fahrwege, nicht jedoch Verkehrsunfälle. Die Ladung ist nur dann zuverlässig gesichert, wenn die Befestigungsmaßnahmen sie in jeder Verkehrssituation dazu zwingen, das Gleiche wie das Fahrzeug zu tun.