Der Begriff Mikromobilität ist einer der Trendbegriffe im Bereich der Mobilität, gerade in Ballungszentren. Unter dem Begriff werden elektrisch betriebene Kleinstfahrzeuge bezeichnet. Sie gehören zu den sog. „Last-Mile“-Verkehrsmitteln mit denen kurze Strecken beispielsweise vom Bahnhof oder der Haltestelle bis nach Hause zurückgelegt werden können. Damit sind sie ein Baustein um den Verkehrsmix zugunsten des ÖPNV bzw. in Richtung Elektromobilität zu wandeln. Zudem ermöglichen sie es vor allem in Ballungsräumen auf den Besitz eines Autos zu verzichten und dieses nur noch bei Bedarf beispielsweise über Carsharing zu mieten. Damit kann die Verkehrsbelastung insbesondere hervorgerufen durch Automobile in den Ballungszentren reduziert werden.

In den letzten Jahren haben insbesondere die Elektro-Tretroller eine gewisse Popularität erreicht. Sie sind von der Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung (eKFV, seit 2019) erfasst. Diese erlaubt den Betrieb von Elektrokleinstfahrzeugen sofern sie eine Lenkstange besitzen, nicht schneller als 20km/h sind und eine gewissen Größe nicht überschreiten. Zu den Kleinstfahrzeugen gehören beispielsweise auch folgende Fahrzeuge, die z.T. nicht reguliert sind:

  • E-Bikes, Pedelec, Elektrofahrräder
  • Segways
  • Hoverboards
  • Monowheels
  • E-Skateboards

Die Liste ist jedoch nicht abschließend, da ständig neue Fahrzeuge bzw. Modelle entwickelt werden und auf dem Markt erscheinen. Zudem sind die Grenzen zwischen den einzelnen Fahrzeugen z.T. fließend.

Ausgestaltung der Mikromobilität

Wichtiger Treiber für den Erfolg der Mikromobilität und der Fahrzeuge ist die Vernetzung aller Verkehrsmittel z.B. in einer umfassenden Mobilitäts-App. Diese kann dem Nutzer je nach aktuellem Bedarf / Route / Verkehrslage die optimale Kombination aus allen Verkehrsmitteln inkl. Buchung von Kleinstfahrzeugen anbieten. Die Fahrzeuge können dann über die Mobilitäts-App direkt und nur für die benötigte Zeit gebucht werden. Damit stehe das Eigentum an den Fahrzeugen nicht mehr im Mittelpunkt und der Nutzer ist flexibel in der Wahl des Verkehrsmittels – je nach Verkehrslage und Bedarf.

Dadurch werden insbesondere jüngere Nutzer angesprochen, die entsprechende Fahrzeuge gern spontan per App über das Smartphone bucht. Am weitesten verbreitet sind dabei Buchungs-Apps für Elektrofahrräder und Elektro-Tretroller. Diese sind über ein definiertes Bediengebiet verteilt verfügbar und können per App vor Ort gebucht werden. Nach der Nutzung können sie im Bediengebiet abgestellt / abgemeldet werden. Die Abrechnung erfolgt dann minutengenau bequem am Monatsende.